Fertigbrillen

Bildquelle: Rodenstock

Fertigbrille: Auf Dauer keine Lösung

 

Irgendwann wird jeder merken, dass das Sehen ab Mitte 40 schwieriger wird. Mancher versucht so lange ohne Brille auszukommen, bis die Arme nicht mehr lang genug sind und Falten und müde Augen die Anstrengung erkennen lassen. Die einfachste Lösung scheint in diesem Fall, sich eine Fertigbrille zuzulegen. Es gibt sie überall, im Supermarkt, in Drogerien oder sogar an Autobahnraststätten, und sie sind vor allem eins - billig. Doch aufgepasst: Wer sich ausschließlich auf Fertigbrillen verlässt, riskiert Kopfschmerzen und Unwohlsein. 

 
 

Verschenken Sie keine Lebensqualität, indem Sie die scheinbar praktischste und preiswerteste Lösung suchen, wenn Sie nicht mehr problemlos lesen können. Auch wenn der erste Eindruck meist positiv ist. Schließlich wird die Sicht beim Blick durch die Fertigbrille klarer und das Lesen fällt wieder leichter. Doch der Schein trügt. Auf Dauer können rote, brennende Augen, Kopfschmerzen oder Schwindel die Folge sein.

 

Denn auch die beste Fertigbrille ist nicht auf Ihre individuellen Bedürfnisse angepasst und kann Ihnen somit keinen optimalen Sehkomfort bieten. Das größte Problem liegt wohl darin, dass mit einer Fertigbrille das linke und das rechte Auge stets mit der gleichen Dioptriestärke korrigiert werden. Da allerdings die wenigsten Menschen auf beiden Augen die gleiche Sehschwäche haben, sieht man mit einer Fertigbrille nur auf einem Auge wirklich gut.

 

Unberücksichtigt bleiben auch Pupillenabstand, Durchblickspunkt und die Gesichtsanatomie. Diese sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich und grundlegende Voraussetzung für ein entspanntes Sehen mit Brille. Wenn beispielsweise Pupillenabstand und Brillenglaszentrierung nicht perfekt zusammen passen, muss das Auge lernen ein wenig zu schielen. Dadurch wird das Sehen wieder anstrengend. Auch nicht angepasste Fassungen können Probleme bereiten, da sie Druckstellen an Schläfen, Ohren oder Nase zurücklassen können und somit ein angenehmes Tragegefühl verhindern.

 

Fertigbrillen sind also allenfalls ein Notbehelf aber nicht für den Dauergebrauch geeignet.

 

Den großen Unterschied erkennt derjenige, der die Fertigbrille durch eine individuell angepasste Lesebrille aus dem Fachhandel ersetzt. Sie bringt eine erhebliche Verbesserung der Sehqualität, da sie passgenau für die Ansprüche des Trägers gefertigt wird. Auch die häufig auftretende Hornhautverkrümmung kann nur durch individuell angefertigte Brillengläser ausgeglichen werden.

 

Wer also von seiner Brille optimales, entspanntes Sehen und beste Verträglichkeit erwartet, sollte besser zum Augenoptiker als zum Discounter gehen.

 

Quelle: www.sehen.de